Verabschiedung von Familie Daub

Am 31.03.2006 um  11.00 Uhr in der Klieburghalle Wassenach

Am 31. März 2006  wurden Katharina Daub in den Ruhestand und Winfried Daub die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet. Bei der Feier in der Klieburghalle konnte Ortsbürgermeister Werner Willems neben den Eheleuten Daub auch seine AmtsVorgänger als Ortsbürgermeister, Leo Schmidgen und Alfred Reichelt begrüßen. Daneben waren anwesend der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermann Höfer, die Beigeordneten der Ortsgemeinde Manfred Müller und Werner Doll sowie eine Großteil des Gemeinderates, die  Kolleginnen und Kollegen der Eheleute Daub, Schulleiterin Frau Marlies Fickler und das Lehrerkollegium sowie Herr Fred Wrane und die Kindergärtnerinnen des Kindergartens „Pusteblume“.

 Herr Werner Willems hielt nachstehende Rede:

Ich freue mich sehr, dass sie alle zu der Verabschiedung der  Eheleute Daub erschienen sind, ganz besonders aber, dass sozusagen das komplette lebende Inventar der Ortsgemeinde heute hier anwesend ist.
Ganz besonders freue ich, dass Euer erster Chef, Leo Schmidgen, den Weg zu uns gefunden hat, da unter seiner Führung Eure Anstellung bei der Gemeinde erfolgte.

Ort und Zeit der Verabschiedung muten sicher etwas ungewöhnlich an, aber bestimmte Zwänge waren hierfür ausschlaggebend. Dazu später noch mehr.

Zur Verabschiedung von Katharina Daub

Liebe Käthi,
vom 1.11.1984 an hast Du Deine Arbeitskraft 21 Jahre lang in den Dienst der Ortsgemeinde Wassenach gestellt. In dieser Zeit hast Du vier Bürgermeister, zwei Schulleiterinnen und rund gerechnet 400 Grundschüler kennen gelernt. In diesen Zeitraum fiel auch der Umbau der Grundschule und viele Änderungen im schulischen Leben, wovon du zwar nicht immer unmittelbar betroffen warst, aber doch Auswirkungen gespürt hast.

Die Reinigung der Grundschule wurde Dir von Bürgermeister Leo Schmidgen 1984 übertragen. Reinigung einer Schule mit rund 700 qm Reinigungsfläche in 5 Klassenräumen, über drei Etagen verteilte Nebenräume ist nicht nur einfach mal schnell wischen, kehren und fertig.
Nein, die Hygiene in öffentlichen Räumen, insbesondere in einer Grundschule verlangt ein sorgfältiges Umgehen mit Putzmitteln, intensive Reinigung aller Flächen und auch regelmäßig wiederkehrende Generalvorsorgemassnahmen zum Erhalt der Flächen.

Dieser umfassenden Notwendigkeit bist Du allzeit gerecht geworden. Du hast mit großem Engagement Deine Dir übertragenen Aufgaben wahrgenommen und auch nie darüber geklagt, wenn es auch mal außerhalb der üblichen Reinigungszeiten etwas zu erledigen gab. Dein Verhältnis zu den Ortsbürgermeistern und zu den Schulleiterinnen war von großem Vertrauen geprägt, das Dir entgegengebracht wurde und das Du erwidert hast.
Dafür möchte ich Dir im Namen der Ortsgemeinde ganz herzlich danken.
Danke für die langen Jahre Pflichterfüllung nicht nur nach dem Buchstaben des Arbeitsvertrages, sondern weit darüber hinaus zum Wohle der Gemeinde und der Grundschule.

Ich möchte Dir aber nicht nur Dank sagen, sondern für die Zukunft eines an erster Stelle wünschen: Gesundheit, Gesundheit und nochmals Gesundheit.

Zum Dank überreichte er der Jubilarin eine Dankurkunde sowie eine Orchidee.

  

Zu Verabschiedung Winfried Daub

Lieber Winfried,
wenn ich jetzt sagen würde, wir verabschieden heute in Wassenach den Hans-Dampf-in allen-Gassen, den Mister Wassenach oder den heimlichen Chef, so wüsste jeder hier im Raum und auch außerhalb, wer gemeint ist.
Diese Umschreibungen kennzeichnen treffend einen Mann, der in über 30 Jahren unseren wunderschönen Heimatort Wassenach mitgestaltet hat, der jetzt seinen wohlverdienten Ruhestand anstrebt, der aber – wie er es mir selbst gesagt hat – noch nicht ganz die Freizeit zu nutzen weiß. Eine Freizeit, die es früher kaum gab, war Winfried Daub doch fast rund um die Uhr im Dienst.
Im Jahre 1975 suchte die Ortsgemeinde einen Gemeindearbeiter. Diese Aufgabe wurde nach einer Ausschreibung und einem Beschluss des Gemeinderates in geheimer Sitzung – so hieß damals die nichtöffentliche Sitzung –vom Ortsbürgermeister Leo Schmidgen Herrn Winfried Daub am 1. März 1976 übertragen.
Die Bewerbung musste ja erfolgreich sein, schrieb Winfried doch in seinem Bewerbungsschreiben, dass“ er aufgrund seiner handwerklichen und beruflichen Tätig- und Fertigkeiten für diese Stelle geeignet zu sein glaubt“.

Heute wissen und bestätigen wir, was er anfangs selbst nur glaubte.
Denn bis zum heutigen Tage warst Du mit Herz und Seele für die Gemeinde Wassenach tätig, ohne auch viel Aufgeregtheiten zu produzieren. Dies belegt Deine Personalakte, die von Deiner Einstellung bis heute außer den üblichen Lohnberechnungen und Rentenmitteilungen mit einer Ausnahme keine besonderen Vermerke enthält. Diese Ausnahme war die bestandene verwaltungsinterne Facharbeiterprüfung am 26. Juli1991 im Ausbildungsberuf Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau durch die Stadt Ludwigshafen.
Dies und viele andere Fortbildungsmaßnahmen belegen Deine Bereitschaft zur persönlichen Weiterbildung, auf die auch die Ortsgemeinde unbedingt angewiesen ist, betrachtet man alleine nur die Einrichtungen, die wir zu unterhalten und zu pflegen haben.
Schule, Kindergarten, Gemeindehaus, Sommepyplatz, Sportplatz, Kinderspielplätze, Friedhof, Straßen, Wege, Ruhebänke, diese Liste Deiner Arbeitsplätze ließ sich beliebig fortsetzen.
Viele Jahre in alleiniger Verantwortung und zum Schluss gemeinsam mit Deinen Kollegen Peter Schmidgen und Rainer Schuh hast Du mit dafür gesorgt, dass unsere Einrichtungen auch nach vielen Jahren Vorzeigeobjekte sind.

Dabei war es egal, ob Du den Schreiner, den Schlosser, den Elektriker oder den Dachdecker ersetzen musstest, auf jedem Spielfeld hast du Deinen Mann gestanden.
Wenn ich an die komplexen Techniken hier in der Halle denke, so hat die Gemeinde durch Dein Wissen manchen Euro gespart.

Lieber Winfried,
30 Jahre Mitarbeiter der Ortsgemeinde Wassenach und die rechte Hand von vier Bürgermeistern (oder sollte man sagen: vier Bürgermeister waren Deine rechte Hand) sind Tatsachen, die von Charakterstärke und großer Pflichterfüllung zeugen.
Wir lassen Dich nicht gerne in die Freizeitphase der Altersteilzeit ziehen, wir wissen aber, dass Du zwar jetzt noch nicht, aber in einiger Zeit die notwendige Gelassenheit und Ruhe finden wirst, um Dich in erster Linie mit deiner Frau gemeinsam auf einen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.
Ich habe die Bitte, dass Du uns noch lange mit Rat und Tat zur Seite stehst. Und wenn wir Dich dann suchen, dann wissen wir auch, wo wir Dich finden, entweder auf einem Trödelmarkt oder bei Deiner Modelleisenbahn.
Wir dürfen Dir von ganzem Herzen Dank sagen und für Die Zukunft alles Gut, Glück und Gesundheit wünschen.

Auch dem Jubilar überreichte W. Willems als kleines Dankeschön eine Dankurkunde sowie ein Trikot FC Kaiserslautern mit Name und Nummer 9.

 Daneben erhielten beide noch ein Luftbild von Wassenach aus dem Jahr 1959.

Zur Startseite Wassenach
 letzte Änderung: 4.04.2006